Relative Stärke & Schwäche + SMT Divergence (Vollständiger Leitfaden)
Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie relative Stärke und Schwäche mithilfe von SMT Divergence, struktureller Trennung und Kerzenschlusskursen identifizieren. Lernen Sie, korrelierte Assets zu vergleichen und sich konsequent auf den stärkeren Markt zu konzentrieren, um Trades mit höherer Erfolgswahrscheinlichkeit auszuwählen.

Einleitung

Relative Stärke und Schwäche gehören zu den praktischsten Werkzeugen beim Handel mit korrelierten Assets. Das Ziel ist einfach: Sie möchten den stärkeren Asset long gehen und den schwächeren shorten. Wenn Sie verstehen, wie Sie den führenden und den nachlaufenden Markt richtig identifizieren, wird Ihre Trade-Auswahl deutlich einfacher. Es gibt drei Kernkomponenten zur Bestimmung relativer Stärke und Schwäche: SMT, Struktur und Kerzenschlusskurs. Wenn Sie lernen, diese Instrumente zu kombinieren, erhalten Sie einen leistungsstarken Entscheidungsfilter, der Ihnen hilft, sich auf das richtige Instrument zu konzentrieren, anstatt zu raten.
Verständnis korrelierter Assets
Dieses Konzept funktioniert nur mit korrelierten Assets. Das sind Märkte, die sich im Allgemeinen in dieselbe Richtung bewegen und eine ähnliche Struktur aufweisen. Beispielsweise bewegen sich der S&P 500 und der NASDAQ typischerweise parallel. Auch Gold-und Silber-Futures bewegen sich oft ähnlich. Da sie korreliert sind, sollten sie ähnliche Hochs und Tiefs bilden. Wenn dies nicht der Fall ist, liefert dieser Unterschied wichtige Informationen. In diesem Unterschied liegen Chancen.
SMT: Die deutlichste Form relativer Stärke

SMT bedeutet einfach, dass es einen Strukturunterschied zwischen zwei korrelierten Assets gibt. Wenn ein Asset ein höheres Tief und das andere ein niedrigeres Tief bildet, ist das Asset mit dem höheren Tief stärker. Das Asset mit dem niedrigeren Tief ist schwächer. In einem Bärenmarkt gilt die umgekehrte Logik. Wenn ein Asset ein niedrigeres Hoch und das andere ein höheres Hoch bildet, ist dasjenige, das sich nicht nach oben ausdehnt, schwächer. SMT ist das am einfachsten zu erkennendes Signal, da es sehr visuell ist. Ein Markt expandiert strukturell, während der andere schwächelt. In diesem Fall wissen Sie bereits, wo Ihr Fokus liegen sollte. Wenn Sie Long-Positionen suchen, konzentrieren Sie sich auf den stärkeren Vermögenswert. Wenn Sie Short-Positionen suchen, konzentrieren Sie sich auf den schwächeren.
Struktur und Trennung

Manchmal führen beide Vermögenswerte die gleiche strukturelle Bewegung aus. Sie bilden beide höhere Tiefs oder beide niedrigere Hochs. In diesem Fall gibt es keine klare SMT Divergence. Hier kommt die Trennung zum Einsatz. Betrachten Sie das vorherige extreme Tief oder Hoch. Messen Sie dann, wie weit die neue Korrektur von diesem Niveau entfernt ist. Wenn ein Vermögenswert ein höheres Tief bildet, das deutlich vom vorherigen Tief getrennt ist, während der andere sehr nahe am vorherigen Tief zurückfällt, ist derjenige mit der größeren Trennung stärker. Je größer der Abstand zur vorherigen Liquidität, desto stärker die Struktur. Die Trennung ist subtil, aber äußerst effektiv, wenn SMT nicht offensichtlich ist.
Kerzenschluss: Die Vorabbestätigung

Kerzenschlusskurse bieten eine tiefere Bestätigungsebene. Zwei Assets können dasselbe Tief erreichen, doch ihr Schlusskurs liefert die eigentliche Aussage. Schließt ein Asset deutlich bullisch über den vorherigen Kerzenkörpern und das andere schwach oder mit einem Doji, deutet der stärkere Schlusskurs auf eine höhere Marktteilnahme hin. Starke bullische Schlusskurse nach Liquiditätsspitzen lassen auf ein aggressives Eingreifen der Käufer schließen. Schwache Schlusskurse deuten auf Zögern oder anhaltenden Druck hin. Achten Sie besonders auf Kerzen, die eine Fortsetzung des Trends bestätigen oder einen Richtungswechsel signalisieren. Schließt ein Asset mit Überzeugung über einem wichtigen Niveau und das andere nicht, ist dieser Unterschied relevant. Das Kerzenverhalten offenbart oft Stärke und Schwäche, bevor die größere Aufwärtsbewegung einsetzt.
Alle drei kombinieren
Die wahre Stärke liegt in der Kombination mehrerer Bestätigungssignale. Achten Sie zunächst auf SMT (Structural Movement Transfer). Ist es vorhanden, ist dies Ihr wichtigster Hinweis. Ist SMT nicht vorhanden, analysieren Sie die strukturelle Trennung. Nutzen Sie anschließend Kerzenschlusskurse, um zu bestätigen, welches Asset tatsächlich Überzeugung zeigt. Wenn alle drei Faktoren übereinstimmen, wird die Richtung deutlich klarer. Sie handeln nicht nur nach einer vorgefassten Meinung, sondern wählen den Vermögenswert aus, der am ehesten Wachstum verspricht.
Stärke kann rotieren
Wichtig ist zu verstehen, dass Stärke nicht von Dauer ist. Ein Vermögenswert, der in einer Aufwärtsbewegung stärker war, kann in einer Konsolidierungsphase schwächer werden. Kerzenschlusskurse können sich verschieben. Abstände können sich verringern. Neue SMTs können in die entgegengesetzte Richtung entstehen. Die relative Stärke muss kontinuierlich bewertet und nicht einfach angenommen werden.
Fazit
Relative Stärke und Schwäche sollten nicht als alleinige Strategie verwendet werden. Sie dienen der Verfeinerung. Sie benötigen weiterhin eine übergeordnete Strategie mit einer entsprechenden Struktur und einem definierten Einstiegsmodell. Dieses Konzept hilft Ihnen dabei, den korrelierten Vermögenswert auszuwählen, der Ihre Aufmerksamkeit verdient. Wenn Sie sich konsequent auf den stärkeren Vermögenswert für Long-Positionen und den schwächeren für Short-Positionen konzentrieren, hören Sie auf, gegen die Dynamik anzukämpfen, und beginnen, sich mit ihr zu orientieren. Allein diese Ausrichtung kann Ihre Konstanz dramatisch verbessern.
